Klimaschutz geht uns alle an

Avatar of schmitz 15. November 2019, Energie

Gemeinsam sind wir stark!

In der Mittagspause hat mich meine Kollegin bei den Stadtwerken Troisdorf angesprochen, ob ich auch schon vom 4. Globalen Klimastreik gehört hätte. Bis dahin noch nicht. Als mein Sohn aus der Schule kam, wollte er gleich von mir wissen, ob wirklich alle Menschen in zwei Wochen für unser Klima kämpfen. Tja, und was antwortet man da als Mutter, die die Zukunft ihrer Kinder eng verbunden sieht mit der Zukunft unseres Klimas? „Schön wäre es!“

Schon seit Wochen und Monaten gehen Groß und Klein gemeinsam auf die Straße. Viel wichtiger finde ich aber, nicht nur zu reden und zu demonstrieren, sondern im Alltag mit gutem Beispiel voranzugehen. Das mag manchmal umständlich und unbequem sein, zeigt aber Wirkung.

Kindermund tut Wahrheit kund

Nachdem ich meinen Kindern schon oft erklärt habe, dass ich gewisse Produkte aufgrund der unnötigen Plastikverpackung schlichtweg nicht kaufe, hat sich nun auch mein Sohn im Supermarkt diesbezüglich Gehör verschafft. Er fragte ganz direkt eine junge Frau an der Kühltheke, warum sie so viele kleine Joghurtbecher kauft statt eines großen. Und stellte dann fest: „Mit dem Plastik tötest Du Fische!“ Was auf den ersten Blick sehr weit hergeholt scheint, ist gar nicht so unrealistisch. Schließlich hat der WWF bekanntgegeben, dass drei Viertel des Mülls im Meer aus Plastik besteht, was genauer betrachtet heißt, dass in jedem Quadratkilometer Meer mehrere hunderttausend Teile Mikroplastik und Plastikmüll herumschwimmen. Dieses Plastik tötet beispielsweise in Form von so genannten Geisternetzen aber nicht nur Meerestiere, sondern schadet auch der Wasserwelt, setzt sich in Fischkörpern fest und bedroht so letztlich auch uns Menschen.

Woher mein Sohn von der Plastikflut im Meer wusste? Aus der Schule natürlich, wo es im Sachkundeunterricht besprochen wurde. Klima- und Umweltschutz sowie das Thema Nachhaltigkeit ganz allgemein spielen aber nicht nur in der Schule eine zentrale Rolle. Selbst meine kleine Tochter bringt schon aus dem Kindergarten einfachste Energiespartipps mit nach Hause. So weiß sie beispielsweise, dass man das Licht beim Verlassen eines Raumes ausschaltet, um Strom zu sparen. Und die Türen macht man zu, damit es im Raum warm bleibt.

Eigentlich kinderleicht, aber warum fällt es dann doch so vielen Erwachsenen scheinbar schwer, energieeffizient und nachhaltig zu leben? Schön, dass sich zunehmend mehr Menschen – auf welche Art und Weise auch immer – für Nachhaltigkeit einsetzen.

Klimagerechtigkeit eingefordert

Fridays for Future macht schon seit vielen Wochen und Monaten immer wieder auf die Klimakrise und ihre drastischen Folgen aufmerksam. Kurz vor der Weltklimakonferenz im Dezember wollen Aktivisten noch einmal ein deutliches Zeichen setzen und rufen daher zum 4. Globalen Klimastreik am 29. November auf. Weit über 300 Städte haben schon auf der Aktionsseite www.fridaysforfuture.de/neustartklima/ ihre Protestaktionen bekanntgegeben. Und die Besucher werden aufgerufen, selbst weitere Aktionen unter dem Motto #NeustartKlima zu organisieren. Die Aktivisten haben angekündigt, diesmal nicht nur auf die Straße zu gehen, sondern öffentlichkeitswirksam auch Einkaufszentren, Parteibüros und nicht zuletzt Klassenzimmer aufzusuchen. Mal schauen, ob sich auch an der Schule meines Sohnes der Widerstand regt, und was er an diesem Tag berichten wird, wenn er nach Hause kommt.

Ich bin neugierig: Wie steht Ihr zum Globalen Klimastreik?

 

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1 Kommentare

Linda

15. November 2019

Demonstrieren ist nicht so mein Ding, weil manche es dann so fundamental angehen. Statt lautstark auf der Straße rumzubrüllen, suche ich lieber den direkten Kontakt zu Mitmenschen und versuche sie mit Argumenten zu überzeugen.