Nachhaltigkeit im Job gefragt?

Avatar of schmitz 01. November 2019, Naturstrom, Energie

Green Jobs – aber nicht um jeden Preis

Ja, es stimmt, dass rund 35 Prozent der 418 befragten Personen angegeben hatten, dass sie das Thema Nachhaltigkeit bei der Berufswahl berücksichtigen. Für rund 40 Prozent spielt dieses Kriterium aber keine Rolle. Und wenn es ans eigene Portmonee geht, werden Klima- und Umweltschutz doch eher hintenangestellt. Denn knapp die Hälfte der Befragten beantwortete die Frage „Würden Sie einen ‚Green Job‘ für ein niedrigeres Einkommen annehmen?“ mit einem eindeutigen „Nein“.

Eigentlich erstaunlich, wo doch sonst größtenteils der Konsens besteht, dass Klima- und Umweltschutz im Zentrum stehen sollten. Ganz gleich, ob die Menschen für den Kohleausstieg auf die Straße gehen, Petitionen gegen die Plastikflut unterzeichnen oder mit Aktionen auf unseren Gewässerschutz aufmerksam machen – das Thema Nachhaltigkeit dominiert derzeit zahlreiche Diskussionen.

Rote Karte für klimaschädliche Arbeitgeber

Jetzt bin ich in der glücklichen Lage, einen Arbeitgeber zu haben, der sich voll und ganz dem Klimaschutz verschreibt. Und das nicht erst, seitdem Greta Thunberg als Umweltaktivistin von sich Reden macht und Schüler zum Klimastreik aufruft.

Die Stadtwerke Troisdorf gehen immer wieder mit gutem Beispiel voran: sie fördern Elektromobilität, setzen auf Photovoltaik, pflanzen Bäume und liefern ihren Kunden schon seit zehn Jahren Ökostrom ohne Aufpreis. Im nächsten Jahr gehen sie noch einen Schritt weiter und werden erstmals eine so genannte Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) abgeben. Mehr Nachhaltigkeit geht kaum. Und so stehe ich mit gutem Gewissen hinter den Stadtwerken Troisdorf.

Wie sehr die persönliche Einstellung in Sachen Klima- und Umweltschutz den ausgeübten Job betrifft, hat die Green Job-Studie auch untersucht. Und sie ist zu einem interessanten Ergebnis gekommen: Denn weit über die Hälfte der Befragten würde eine Kündigung in Erwägung ziehen, wenn der ökologische Fußabdruck des Arbeitgebers zu groß ist.

Und wie steht Ihr dazu?

Könnt Ihr mit Fug und Recht behaupten, dass Euer Arbeitgeber sich in Sachen Klima- und Umweltschutz engagiert? 

Neuer Kommentar

2 Kommentare

Thorsten

15. November 2019

Wir haben zwar ein sehr umfangreiches Umweltschutz-Konzept in der Theorie, aber in der Praxis läuft es noch nicht wirklich "sauber" ... viel zu viel Plastikmüll :-(

Linda

15. November 2019

Kleinvieh macht auch Mist! Bei uns im Büro sind wir angehalten, möglichst wenig auszudrucken und wenn, dann nur auf Recyclingpapier. Wir haben nun überall Energiesparlampen und lassen nach Feierabend nichts mehr auf Stand-by laufen... der Anfang ist gemacht, aber es ist noch Luft nach oben ;-)