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Avatar of ellermann 21. December 2018, Energie

So sparen Sie Energie im Winter

Morgens wird es später hell, abends früher dunkel und die Temperaturen sind rapide gefallen, kurz: Es ist Winter. Jetzt brennt das Licht länger und die Heizung läuft auf Hochtouren. Damit Sie sich bei Ihrer nächsten Abrechnung nicht erschrecken und gut durch die dunkle Jahreszeit kommen, haben wir hier einige Energiespartipps zusammengestellt am Beispiel von Anna und David. 

Richtig heizen: So verringern Sie Kosten

Anna und David sind seit drei Jahren ein Paar und wohnen seit einigen Monaten in ihrer gemeinsamen Wohnung. Seit es draußen immer kälter wird sorgt die Temperatur in der Wohnung für den allerersten richtigen Streit. Denn Anna möchte nicht frieren und dreht die Heizung voll auf, aber David fühlt sich wie in den Tropen und würde am liebsten gar nicht heizen. Was beide nicht wissen: Die meisten Energiekosten im Haushalt verschlingen Heizung und Warmwasseraufbereitung. Damit Anna und David ihr Geld nicht sprichwörtlich „verheizen“ können sie folgende Punkte beachten:

•    In der Wohnung sollte eine angehnehme, aber nicht zu hohe Raumtemperatur herrschen. Schlafräume sollten generell zwischen 16 und 19 Grad warm sein, während Wohnräume und Badezimmer mit 20 bis 22 Grad deutlich wärmer sein dürfen. Auch die Kleidung im Haus sollte der Jahreszeit entsprechend gewählt werden, Shorts und Tops müssen im Schrank auf den Sommer warten. Wenn die beiden sich warm anziehen, reicht auch ein Grad weniger auf dem Thermometer und gemeinsames Kuscheln auf dem Sofa wärmt nicht nur auf, sondern sorgt auch für Wohlbefinden. Grundsätzlich gilt außerdem, dass ungenutzte Räume nicht so stark geheizt werden müssen. Ganz ausschalten sollte David die Heizung aber nicht, da das Erwärmen deutlich mehr Energie verbraucht, als das Aufrechterhalten einer konstanten Temperatur.

  • Heizkörper sollten nicht von Möbeln blockiert werden. Denn so wird deutlich mehr Energie benötigt, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.
  • Was Anna und David auch nicht wussten: Richtiges Lüften spart bares Geld. Hierbei gilt, dass Stoßlüften immer effektiver als Lüften mit gekipptem Fenster gelingt. Denn bei gekippten Fenstern dauert der Luftaustausch viel länger, während die Wände und das Zimmer auskühlen. So muss die Heizung viel mehr arbeiten, um eine angenehme Temperatur zu erreichen. Außerdem beugt der schnelle und gründliche Luftaustausch beim Stoßlüften Schimmelbildung vor.
  • •Auch über die Rollläden zanken sich David und Anna ab und zu. Denn David schließt sie abends nie, während Anna nicht will, dass Nachbarn ins Wohnzimmer schauen können. Aus energetischer Sicht sollte David auf Anna hören. Denn bei undichten Fenstern geht viel Energie verloren und Rollläden sind eine zusätzliche Barriere gegen die entweichende Wärme. Falls keine Rollläden vorhanden sind, helfen schon Profildichtungen oder Dichtungsband aus dem Baumarkt kostengünstig und einfach Zugluft verhindern.

 

Licht aus im Winter?

Anna mag es im Winter gerne hell im ganzen Haus, während David höchstens eine Schreibtischlampe einschaltet. Auch hier ist der goldene Mittelweg ideal. Denn um Strom zu sparen müssen die beiden im Winter nicht im Dunkeln sitzen. Aber ein bewusster Umgang mit der Energie schont nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt:

  • LED- und Energiesparlampen verbrauchen im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampe 80 Prozent weniger Energie. Auch Annas heißgeliebte Lichterketten in der Adventszeit sind dank LED-Technik deutlich sparsamer geworden und sorgen mit warmweißem Licht für gemütliche Stunden. Hier lohnt sich das Entrümpeln der alten Modelle und Anna muss nicht auf die vorweihnachtliche Atmosphäre verzichten.
  • David und Anna backen jedes Jahr gemeinsam Weihnachtsplätzchen für die ganze Familie. Darauf verzichten brauchen sie aus energetischer Sicht nicht, aber auch hier bietet sich Einsparpotenzial. Denn kleinere Mengen (z.B. Schokoladenkuvertüre) lassen sich günstiger in der Mikrowelle statt auf dem Herd im Wasserbad erhitzen. Auch lohnt sich die Anschaffung eines Wasserkochers. Er ist deutlich effizienter als der Topf auf dem Herd und schneidet sogar im Vergleich zu modernen Induktionsherden in puncto Schnelligkeit und Energieverbrauch besser ab.
  • Anna und David sind wahre Filmfans und haben ihren Fernseher immer auf Standby. TV-Gerät oder Computer im Standby-Modus verbrauchen auf den ersten Blick zwar nicht viel, schlagen aufs Jahr gerechnet aber deutlich zu Buche. Abschaltbare Steckdosen schaffen hier leicht Abhilfe. Alternativ bietet sich gerade die Adventszeit an, Zeit mit Familie oder Freunden bei einem gemeinsamen Spieleabend zur verbringen.
  • Besonders Anna möchte im Winter kuschlig-weiche Handtücher haben. Natürlich spricht die Jahreszeit hier für die Anschaffung eines Trockners. Doch selbst moderne Geräte wirken sich unnötig negativ auf den Energieverbrauch aus. Auch wenn Anna nicht auf den Trockner verzichten kann, so nutzt sie das Schleudern in der Waschmaschine auf 1.200 Umdrehungen pro Minute, damit der Trockner hinterher möglichst wenig Feuchtigkeit entziehen muss.

Mit diesen Tipps kommen Anna und David gut durch die kalte Jahreszeit und ärgern sich im neuen Jahr nicht über eine unnötig hohe Abrechnung.

 

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