Naturstrom: Flaute – und jetzt?

Avatar of ellermann 10. December 2018, Naturstrom, Energie

Wie entsteht Strom bei Dunkelheit und Windstille?

Naturstrom hat für Sie die Vorteile, dass einerseits Klima und Umwelt geschont werden und Sie andererseits keine Unterschiede zum Strom aus fossiler oder atomarer Herstellung bemerken. Doch was passiert, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht? So viel vorab: Sie müssen nicht im Dunkeln sitzen.

Albtraum Dunkelflaute

Windräder beispielsweise neben Autobahnen sind ein gewohntes Bild. Bestimmt haben Sie sich auch schon einmal gefragt, woher eigentlich der Strom kommt, wenn die Windräder den ganzen Tag stillstehen. Denn trotz vieler Vorteile, einen Nachteil haben alle erneuerbaren Energien gemeinsam: Wenn die jeweilige Ressource (Sonne, Wind, Wasser) nicht zur Verfügung steht, wird kein Strom erzeugt. Wenn ein Sommer, beispielsweise so wie in 2018, überwiegend sonnig, warm und windstill ist, springen andere erneuerbare Energien ein.

Besonders gravierend wird es aber, wenn eine sogenannte Dunkelflaute herrscht. Dabei handelt es sich um das gleichzeitige Auftreten von Dunkelheit und Windflaute. Dies ist besonders in den Wintermonaten wahrscheinlich, wenn nebeliges und dunkles Wetter nicht nur die Laune trüben. Tritt dieser Worst Case ein, springen derzeit noch Gas- oder Kohlekraftwerke ein, um die Stromversorgung zu sichern. Denn momentan sind Versorgungslücken durch Dunkelflauten innerhalb Deutschlands noch nicht allein durch erneuerbare Energien auszugleichen.

Zuverlässige Wasserkraft

Um mit erneuerbaren Energien auch während Dunkelflauten die erforderte Strommenge zur Verfügung stellen zu können, ist neben weiteren Solar- und Windkraftanlagen ein überstaatlicher Netzausbau über Ländergrenzen hinweg nötig. Noch ist die flächendeckende Versorgung Deutschlands hiermit Zukunftsmusik, aber wir von Energieversprechen gehen bereits diesen Weg. Denn wir beziehen unseren Naturstrom von Wasserkraftwerken in Skandinavien.

Im Gegensatz zu Wind- oder Solaranlagen produzieren diese den Strom wetterunabhängig, zuverlässig und klimaneutral. Und auf die Stabilität ist Verlass. So deckt Norwegen beispielsweise seinen Strombedarf zu 99 Prozent mit Wasserkraft ab. Und Wasserkraft hat noch weitere Vorteile. Denn bis zu 90 Prozent der Wasserenergie lassen sich in Strom umwandeln und somit ist es die effizienteste Art der Energiegewinnung (Kohlekraft erreicht einen Wirkungsgrad von maximal 45 und Solarenergie von durchschnittlich 25 Prozent).

Darüber hinaus lässt sich überschüssige Energie aus Wasserkraft in Pumpspeicherwerken sammeln und im Bedarfsfall wieder abrufen. Somit können Sie sich ganz auf unseren Strom auf Wasserkraft verlassen und müssen nicht befürchten, bei Dunkelheit oder Windstille auf Naturstrom zu verzichten.

 

Ähnliche Beiträge

Neuer Kommentar