Naturstrom: Was hat das EEG mit meinem Stromverbrauch zu tun?

Avatar of Jannik Engelskirchen 16. November 2018, Naturstrom

So setzt sich Ihr Strompreis zusammen

Vom Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, hat fast Jeder schon einmal gehört. Was sich aber genau dahinter verbirgt und inwiefern sich das Gesetz auf Ihren Strompreis auswirkt, erfahren Sie hier.

EEG bereits seit 2000 in Kraft

Das Thema Energiewende ist seit mehr als zwanzig Jahren aktuell, denn in naher Zukunft werden fossile und atomare Energieträger nicht mehr zur Verfügung stehen. Zeitgleich mit der schrittweisen Abschaffung, beispielsweise der Atomenergie, wird der Ausbau regenerativer Energien vorangetrieben und hier kommt das EEG ins Spiel: Ziel des Gesetzes ist die Umstrukturierung der Stromversorgung zur Unterstützung des Klima- und Umweltschutzes. So sollen bis 2050 mindestens 80 Prozent des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Ressourcen stammen und langfristig eine nachhaltige Energieversorgung sicherstellen. Nebenziele sind die Verringerung der volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung, die Schonung der fossilen Energieressourcen und die Weiterentwicklung der Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien. Das EEG wurde seit Inkrafttreten kontinuierlich angepasst und erweitert, zuletzt 2017. Darin wurde als Zwischenziel für 2025 ein Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung in Höhe von 40 bis 45 Prozent festgelegt. Dabei ist es kein sehr ehrgeiziges Ziel, denn 2017 lag der Anteil bereits bei 36 Prozent.

Das EEG und der Strompreis

Und was hat jetzt das EEG mit dem Strompreis zu tun? Ganz einfach: Die Kosten, die Netzbetreibern bei der Vergütung der regenerativen Energien entstehen, werden auf den Endverbraucher umgelegt. Diese Umlage ist ein gesetzlich vorgegebener Teil des Strompreises. Aber dabei handelt es sich nicht um Gewinn der Netzbetreiber, sondern die Einnahmen aus der Abgabe werden direkt wieder in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert. So wird der Bau von Solar- oder Windanlagen gefördert und hiermit langfristig der Anteil regenerativer Energien in der Stromerzeugung erhöht.

So setzt sich der Strompreis zusammen

Ihr Strompreis setzt sich aus vielen Komponenten zusammen: Netznutzungsentgelte, Bezugskosten, sowie Vertriebs- und Servicekosten, die bei uns entstehen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Anteile liegen pro Kilowattstunde bei etwa 55 Prozent. Darin enthalten sind Steuern, Abgaben und Umlagen wie das EEG. Auch die Stromsteuer und die Konzessionsabgabe gehören dazu. Die folgende Darstellung zeigt, wie sich der Strompreis im Detail zusammensetzt.

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